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  1. Partner-Schulen für Slow-Food-Bildungsprojekt Edible Connections gesucht PRESSEINFORMATION – Berlin, 29. Juli 2020 Im Rahmen des Projekts Edible

    Connections begegnen Schüler*innen aus Deutschland virtuell Lernenden aus dem globalen Süden, um sich über ihre Ernährungsgewohnheiten und -traditionen auszutauschen. Ziel ist es, dass die Jugendlichen Ernährung im globalen Kontext sehen und verstehen lernen, um dann gemeinsam Lösungen für ein zukunftstaugliches Lebensmittelsystem zu entwickeln. Zur Weiterführung des Bildungsprojektes im Schuljahr 2020/21 sucht Slow Food Deutschland Schulklassen der Sekundarstufe 1 und 2 im gesamten Bundesgebiet, die daran mitarbeiten möchten.Die Teilnehmenden lernen, die internationalen Verflechtungen von Erzeugung, Handel und Konsum unserer Lebensmittel besser zu verstehen und mit biokultureller Vielfalt respektvoll umzugehen. Hierfür treten Schüler*innen aus Deutschland in einen mehrmonatigen Dialog mit Schulklassen oder Lebensmittelerzeuger*innen aus dem globalen Süden. Um dies in Echtzeit und unmittelbar tun zu können, nutzen sie Videokonferenzen und soziale Medien. Ausgetauscht werden u.a. Fotos und Videos von Exkursionen und Rezepten. In insgesamt drei Terminen reflektieren die Teilnehmenden die Zusammenhänge des globalen Handels, erkunden ihre lokale Einkaufsrealität, lernen die kulinarischen Traditionen ihres Partnerlandes kennen und erarbeiten gemeinsam Lösungen, unser Lebensmittelsystem nachhaltiger zu gestalten. Gesucht werden aktuell Schulklassen der Sekundarstufe 1 oder 2, die an dieser virtuellen ‚Reise‘ teilnehmen möchten. Gefördert wird das Projekt von Engagement Global und Brot für die Welt, so dass den teilnehmenden Schulen keine Kosten entstehen. Das Projekt inklusive der Live-Calls kann digital durchgeführt werden, sollte der Präsenzunterricht durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeschränkt sein. Interessierte Lehrer*innen oder Schulen wenden sich bitte bis zum 31.10.2020 an s.diettrich@slowfood.de. Dort erhalten Sie auch weiterführende Informationen zu Edible Connections.

  2. Das Projekt blustories gibt es seit Mitte 2020. Es ist eine Community für Nachhaltigkeit, auf der jeder Stories veröffentlichen kann. Das große Ziel dahinter: Leute für nachhaltiges leben begeistern. Am besten so, dass es Freude macht.

    Warum auf diesem Weg?
    Wir wissen alle, wie wichtig Nachhaltigkeit ist, handeln aber oft nicht danach. Wir haben uns gefragt, ob es nicht ein Weg sein könnte, wenn Leute aus dem persönlichen Umfeld eine Story darüber erzählen, was sie konkret gegen die Klimakrise tun. Weil persönliche Stories aus dem eigenen Umfeld viel überzeugender sein können, als reine Fakten.

    Was ist das Besondere?
    Der technische Kern von http://www.blustories.de. Wir haben ein Schreibtool entwickelt, mit dem jeder leicht und ohne Design-Vorkenntnisse Stories erstellen kann, die auf jedem Gerät professionell aussehen und schnell erstellt sind. Unser Leitsatz bei der Entwicklung ist: „Die Technik soll der Kreativität nicht im Weg stehen.“

    Unser Ziel:
    Wir möchten eine große Community für Nachhaltigkeit aufbauen, auf der echter Austausch stattfindet. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist größer geworden. Dennoch ist unklar, auf welche Art wir unser Leben verändern, welchen Weg wir in unserer Gesellschaft genau einschlagen. Darüber müssen wir streiten, Ideen austauschen und inspirieren.

    Wir freuen uns sehr darüber zu sehen, welche tollen Stories bereits geschrieben wurden: https://blustories.com/inspire
    Mehr Informationen gibt es hier: https://blustories.com

  3. Zwei Buchtipps zur Lebensmittelwertschätzung und -rettung!

    Smarticular.net, Hrsg.:

    Geht raus! Deine Stadt ist essbar. ISBN 978-3-946658-06-1, 15,40 Euro

    In Zusammenarbeit mit mundraub.org entstand dieses nachhaltig – sowohl bzgl. effektiver Obst- und Gemüsenutzung als auch bzgl. des Geldbeutels – orientierte Rezept-Handbuch, in dem 36 Pflanzen vorgestellt werden, die ihr Rezeptpotenzial buchstäblich „vor der Haustür“ bereithalten: Neben den klassischen Ziergewächsen in Parkanlagen und Co. gibt es häufig Sträucher, Bäume, deren Früchte im Haushalt nutzbar sind, ebenso Gewürz- und „Teepflanzen“. Dass Parks und Grünflächen wieder von Bürgern als Nahrungsquelle genutzt werden dürfen, zeigen schon Beispiel in anderen Städten, ein nachahmenswertes Konzept, für das sich „Mundraub“ einsetzt. Das Buch ermöglicht eine Entdeckungssafari zu geeigneten Pflanzen, die mithilfe des Buches in jeweils „ortstypischer Form“ gut nachvollzogen werden kann, incl. der rechtlichen Vorgaben, Sammeltipps, einem Erntekalender und natürlich den schmackhaften Rezepten zu den in städtischen Biotopen vorzufindenden Nahrungspflanzen. Zudem bietet die Internetplattform http://www.mundraub.org stets aktuelle Informationen zu den Möglichkeiten des „legalen Mundraubs“.

    Wirf mich nicht weg – Das Lebensmittelsparbuch. ISBN 978-3-946658-43-6, 17,40 Euro

    Hier ist der persönliche Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung geradezu in aller Munde: über 333 Rezepte vor dem Hintergrund der nachhaltigen Ressourcennutzung machen Appetit auf mehr. Vielleicht sollte man das Buch erst einmal „diagonal lesen“, um überhaupt ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, WAS alles im täglichen Haushalt traditionell bzw. gewohnheitsmäßig aus dem Lebensmittel-Reste-Bereich entsorgt wird. Zum Teil verblüffende Rezeptvorschläge, wie vieles, angefangen bei „Altem Brot, Gemüse, Obst“ etc. und endend bei Zitrusschalen, noch lebensmittelwertschätzend recycelt werden kann machen das Lebensmittelsparbuch zu einem „Must-have“ im Haushalt. Zudem gibt es hilfreiche Tipps gegen Lebensmittelverluste im Vorfeld, zur richtigen Lagerung sowie Entscheidungshilfen, ob nun wirklich etwas weg muss oder noch genutzt werden kann.

    Einfach mal bei http://www.mundraub.org reinschauen!

  4. Kreihe, S. (Text), Andersone, Amalija (Fotos): Die ganze Pflanze – 60 Zero-Waste- Rezepte mit Blatt, Schale, Strunk & Stiel – Regional. Saisonal. Nachhaltig. München, Christian Verlag, 2020, OISBN 978-3-95961-411-5, 24,99 Euro

    Auch “so“ kann man Verbraucherinnen und Verbraucher für die zunehmende Lebensmittelverschwendung sensibilisieren und zum Mitmachen dagegen aufrufen, noch dazu mit Genussfaktor. Dieses etwas andere Rezeptbuch bietet ein Füllhorn von Anregungen, wie an sich für den Müll bestimmte Pflanzenteile „recycelt“ werden können. Auch Fakten zur (reduzierbaren) Umweltbelastung durch Lebensmittelproduktion, -transport u. ä. bieten Autorin und Fotografin der experimentierfreudigen Leserschaft. Von Chips über Brotaufstriche, viele Hauptgerichte, süße und alkoholische Getränke u. v. m. gibt es leicht nachmachbare Rezepte zu heimischen bzw. regional erhältlichen Obst- und Gemüsesorten. Sogar Kirschkerne und -stiele finden Verwendung in diesem auf Umweltpapierbasis hergestellten Buch. Übrigens: Wer gerne lieber eine Mahlzeit mit Fleisch haben möchte, kann in etlichen Gerichten seine eigene Kreativität walten lassen und das Gericht entsprechend aufpeppen.
    Christiane Högermann, Lebensmittelwertschätzerin

  5. Corona hat mich nochmal näher an’s Brot gebracht. Ich mein, ich hab vorher schon versucht, besonders wertschätzend mit Brot umzugehen und war regelmäßig Brotretten. Aber seit ich mitunter ganze 2 Tage aufwende, um ein Sauerteigbrot zu backen, ist das nochmal eine ganz andere Nummer. Brot ist für mich ein einfaches, doch zugleich ungemein komplexes Lebensmittel. Die hiesige Deutsche Brotkultur ist nicht umsonst immaterielles Kulturerbe der UNESCO!
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    Und je mehr ich über dieses besondere Lebensmittel erfahre, desto bedauerlicher finde ich, dass in Deutschland pro Jahr 1,7 Mio. Tonnen Backwaren in der Tonne landen. Fast jedes 5. Brot wird verschwendet! Zum Glück gibt es mittlerweile diverse Organisationen, die dem Problem mit innovativen Lösungen begegnen. Wenn Ihr noch mehr zum Thema Food Waste wissen möchtet, dann schaut doch einfach mal unter https://www.danielanthes.com/tag/food-waste/

    Dan Anthes, „Knärzje“ und „Shout out loud“

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